Neuer SCHUFA-Score 2026: Punkte, Klassen und 12 Kriterien einfach erklärt

Der neue SCHUFA-Score 2026 reicht von 100 bis 999 Punkten und basiert auf zwölf transparenten Kriterien. Erfahre, was die Scoreklassen bedeuten, welche Faktoren deine Bonität beeinflussen und wie du deinen persönlichen Score verbessern kannst.

Inhaltsverzeichnis

Seit dem 17. März 2026 können Verbraucher den neuen SCHUFA-Score einsehen. Statt eines Prozentwertes wird die Kreditwürdigkeit nun auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten dargestellt. Gleichzeitig macht die SCHUFA transparent, welche zwölf Kriterien in die Berechnung einfließen und wie viele Punkte dafür vergeben werden.

Damit soll der persönliche Score verständlicher und leichter nachvollziehbar werden. Doch was ist ein guter SCHUFA-Score? Welche Auswirkungen haben Kredite, Kreditkarten oder häufige Anfragen? Und was können Verbraucher selbst tun, um ihre Bonität zu verbessern?

Das Wichtigste in Kürze

  • Der neue SCHUFA-Score reicht von 100 bis 999 Punkten.
  • Je höher der Punktestand ist, desto besser wird die statistische Zahlungsfähigkeit eingeschätzt.
  • Die Berechnung erfolgt anhand von zwölf transparenten Kriterien.
  • Der neue Score ersetzt die bisherige Darstellung in Prozent.
  • Verbraucher können ihren Score digital und kostenlos einsehen.
  • Der SCHUFA-Score ist nur ein Teil der Bonitätsprüfung.
  • Über eine Kreditzusage entscheidet immer die Bank – nicht die SCHUFA.

Was ist der neue SCHUFA-Score?

Der SCHUFA-Score ist eine statistische Einschätzung darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Person ihren Zahlungsverpflichtungen vertragsgemäß nachkommt. Banken, Mobilfunkanbieter, Versandhändler und andere Unternehmen können diesen Wert bei einer Bonitätsprüfung berücksichtigen.

Mit dem neuen Modell sehen Verbraucher und Unternehmen erstmals grundsätzlich denselben Score. Zuvor existierten unterschiedliche Branchenscores, deren Berechnung für Verbraucher nur schwer nachvollziehbar war.

Der neue Score soll transparenter sein: Er setzt sich aus zwölf Kriterien zusammen, für die jeweils eine bestimmte Anzahl von Punkten vergeben wird. Die Einzelwerte ergeben zusammen einen Score zwischen 100 und 999 Punkten.

Wichtig: Der Score beschreibt eine statistische Wahrscheinlichkeit und ist keine Bewertung des persönlichen Charakters. Auch Einkommen, Vermögen, Beruf oder Familienstand fließen nicht direkt in die Berechnung des SCHUFA-Scores ein.

Seit wann gilt der neue SCHUFA-Score?

Seit dem 17. März 2026 können Verbraucher den neuen Score in ihrem SCHUFA-Account einsehen. Für Unternehmen gilt allerdings eine Übergangsphase. Banken, Händler und andere Vertragspartner stellen ihre Systeme schrittweise auf das neue Modell um.

Es kann deshalb vorübergehend vorkommen, dass ein Unternehmen noch einen bisherigen Branchenscore verwendet, während im persönlichen SCHUFA-Account bereits der neue Wert angezeigt wird.

Nach Angaben der SCHUFA sollen bis Ende 2026 rund die Hälfte ihrer Kunden sowie 25 der 100 größten Vertragspartner auf das neue Verfahren umgestellt sein. Die vollständige Umstellung kann noch darüber hinaus andauern.

Was bedeuten die Punkte beim neuen SCHUFA-Score?

Grundsätzlich gilt: Je höher der Score, desto geringer wird das statistische Risiko eines Zahlungsausfalls eingeschätzt.

Die SCHUFA ordnet die Ergebnisse unterschiedlichen Scoreklassen zu:

776 bis 999 Punkte
Hervorragend
Sehr geringes statistisches Zahlungsausfallrisiko
709 bis 775 Punkte
Gut
Durchschnittliches Zahlungsausfallrisiko
642 bis 708 Punkte
Akzeptabel
Leicht erhöhtes statistisches Zahlungsausfallrisiko
100 bis 641 Punkte
Ausreichend
Erhöhtes bis deutlich erhöhtes Zahlungsausfallrisiko
Kein Score
Ungenügend
Offene Zahlungsstörungen oder bestimmte Negativmerkmale liegen vor

Hervorragend: 776 bis 999 Punkte

Ein Score zwischen 776 und 999 Punkten steht für eine sehr gute Bonität. Personen in dieser Klasse haben nach Einschätzung der SCHUFA ein geringes statistisches Zahlungsausfallrisiko.

Damit bestehen grundsätzlich gute Voraussetzungen für einen Kredit oder einen anderen Vertrag. Eine Zusage ist trotzdem nicht garantiert, weil Banken zusätzlich das Einkommen, bestehende Verpflichtungen und die gewünschte Kreditsumme prüfen.

Gut: 709 bis 775 Punkte

Ein Score von 709 bis 775 Punkten gilt als gut. Das statistische Zahlungsausfallrisiko liegt ungefähr im durchschnittlichen Bereich.

Auch in dieser Klasse bestehen normalerweise gute Chancen auf einen Kredit. Abhängig von der Bank und der persönlichen finanziellen Situation können sich die angebotenen Zinsen jedoch unterscheiden.

Akzeptabel: 642 bis 708 Punkte

Ein akzeptabler Score weist auf ein leicht erhöhtes statistisches Risiko hin. Ein Kredit ist damit nicht automatisch ausgeschlossen. Banken könnten aber genauer prüfen, ob das Einkommen für die gewünschte Monatsrate ausreicht.

Auch ein zweiter Kreditnehmer oder zusätzliche Sicherheiten können bei der Kreditentscheidung eine Rolle spielen.

Ausreichend: 100 bis 641 Punkte

In dieser Klasse geht die SCHUFA von einem erhöhten bis deutlich erhöhten Zahlungsausfallrisiko aus. Ein Kreditantrag kann deshalb schwieriger werden.

Ob dennoch eine Finanzierung möglich ist, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Höhe und Regelmäßigkeit des Einkommens
  • Beschäftigungsverhältnis
  • Bestehende Kredite und Verpflichtungen
  • Gewünschte Kreditsumme und Laufzeit
  • Frei verfügbares Einkommen
  • Vorhandene Sicherheiten

Wurde ein Antrag abgelehnt, sollten Verbraucher nicht wahllos weitere Anträge stellen. Sinnvoller ist es, zunächst die möglichen Gründe für die Ablehnung eines Kreditantrags zu prüfen.

Ungenügend: kein Score

Bei offenen Zahlungsstörungen berechnet die SCHUFA nach dem neuen Modell keinen regulären Punktwert. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn trotz mehrfacher Mahnungen Rechnungen oder Kreditraten nicht beglichen wurden.

Auch Informationen aus einem Schuldner- oder Insolvenzregister können dazu führen, dass kein Score ausgewiesen wird. Erst wenn die Zahlungsstörung erledigt ist, kann wieder ein Punktwert berechnet werden.

Diese 12 Kriterien bestimmen den neuen SCHUFA-Score

Die zwölf Kriterien sollen die Berechnung transparenter machen. Für jedes Kriterium kann eine bestimmte Zahl von Punkten vergeben werden. In der Summe sind maximal 999 Punkte möglich.

1. Zahlungsstörungen

Zahlungsstörungen haben den größten Einfluss auf den SCHUFA-Score. Dazu können beispielsweise unbeglichene Forderungen gehören, die nach mehreren Mahnungen ordnungsgemäß an die SCHUFA gemeldet wurden.

Eine offene Zahlungsstörung führt dazu, dass kein regulärer Score berechnet wird. Wurde die Forderung beglichen und als erledigt gemeldet, kann wieder ein Score entstehen. Erledigte Zahlungsstörungen können den Wert aber weiterhin beeinflussen, solange sie gespeichert sind.

Die maximale Punktzahl in diesem Kriterium wird erreicht, wenn keine Zahlungsstörung vorliegt.

Mögliche Punkte: 100 bis 264 Punkte

2. Alter des ältesten Bankvertrags

Langjährige Bankverbindungen werden statistisch positiv bewertet. Dazu kann beispielsweise ein Girokonto gehören, das bereits seit vielen Jahren besteht.

Ein sehr neuer Bankvertrag bringt zunächst weniger Punkte. Mit zunehmender Vertragsdauer kann sich der Wert verbessern.

Verbraucher sollten deshalb ein langjähriges Girokonto nicht allein aus Sorge um den SCHUFA-Score kündigen. Ein Kontowechsel kann trotzdem sinnvoll sein, wenn dadurch dauerhaft Gebühren gespart oder bessere Leistungen genutzt werden können.

Mögliche Punkte: 0 bis 69 Punkte

3. Alter der ältesten Kreditkarte

Auch das Alter der ältesten Kreditkarte fließt in den Score ein. Eine langjährig bestehende Kreditkarte kann darauf hinweisen, dass der Karteninhaber verantwortungsvoll mit dem eingeräumten Kreditrahmen umgeht.

Eine sehr neue Kreditkarte bringt zunächst weniger Punkte. Wer keine Kreditkarte besitzt, erhält nach dem neuen Modell dennoch Punkte, da dann auch kein zusätzliches kreditorisches Risiko besteht.

Debitkarten und Prepaidkarten gelten in diesem Zusammenhang nicht als Kreditkarten, weil sie keinen klassischen Kreditrahmen bieten.

Mögliche Punkte: 0 bis 81 Punkte

4. Alter der aktuellen Adresse

Je länger eine Person an derselben Adresse wohnt, desto positiver kann sich das auf den Score auswirken. Häufige Umzüge werden statistisch mit einem höheren Zahlungsausfallrisiko in Verbindung gebracht.

Wer erst kürzlich umgezogen ist, muss sich deshalb jedoch keine unmittelbaren Sorgen machen. Das Kriterium macht nur einen Teil der gesamten Berechnung aus. Die erreichbaren Punkte steigen mit der Dauer des Wohnsitzes schrittweise an.

Die maximale Punktzahl wird bei einer Wohndauer von mindestens 20 Jahren erreicht.

Mögliche Punkte: 0 bis 94 Punkte

5. Alter des jüngsten Rahmenkredits

Ein Rahmenkredit stellt einen flexiblen Kreditrahmen zur Verfügung, aus dem bei Bedarf Geld abgerufen werden kann. Er funktioniert ähnlich wie ein Dispokredit, ist aber ein eigenständiges Kreditprodukt.

Ein neu eingerichteter Rahmenkredit wird statistisch zunächst ungünstiger bewertet. Besteht der Rahmenkredit bereits länger als zwei Jahre, kann die maximale Punktzahl erreicht werden. Wer keinen Rahmenkredit besitzt, erhält ebenfalls die maximale Punktzahl.

Mögliche Punkte: 0 bis 36 Punkte

6. Anfragen und Abschlüsse für Girokonten und Kreditkarten

Mehrere neue Girokonten oder Kreditkarten innerhalb kurzer Zeit können den Score beeinflussen. Berücksichtigt werden entsprechende Anfragen und Vertragsabschlüsse aus den vergangenen zwölf Monaten.

Dabei gelten folgende Abstufungen:

  • Keine Anfrage oder kein Abschluss: 117 Punkte
  • Eine Anfrage oder ein Abschluss: 82 Punkte
  • Zwei Anfragen oder Abschlüsse: 44 Punkte
  • Mindestens drei Anfragen oder Abschlüsse: 0 Punkte

Mehrere Anfragen und Abschlüsse innerhalb von 28 Tagen werden nach Angaben der SCHUFA nur einmal gezählt. Dadurch soll beispielsweise ein gezielter Vergleich nicht mehrfach negativ berücksichtigt werden.

Tagesgeldkonten, Verrechnungskonten für Wertpapierdepots, Basiskonten, Pfändungsschutzkonten sowie Debit- und Prepaidkarten spielen bei diesem Kriterium keine Rolle.

Mögliche Punkte: 0 bis 117 Punkte

7. Anfragen außerhalb des Bankenbereichs

Auch bestimmte Anfragen aus anderen Branchen können in die Berechnung einfließen. Dazu können beispielsweise Anfragen von Telekommunikationsunternehmen, Versandhändlern oder Energieversorgern gehören.

Keine oder nur eine Anfrage wird am besten bewertet. Ab vier relevanten Anfragen innerhalb des betrachteten Zeitraums gibt es für dieses Kriterium keine Punkte.

Nicht jede Bonitätsprüfung wirkt sich automatisch negativ aus. Entscheidend sind die Art der Anfrage und die dazu übermittelten Informationen.

Mögliche Punkte: 0 bis 99 Punkte

8. Anzahl aufgenommener Ratenkredite

Mehrere neu aufgenommene Ratenkredite bedeuten eine zusätzliche finanzielle Belastung. Deshalb berücksichtigt die SCHUFA, wie viele entsprechende Kredite vorhanden beziehungsweise in einem bestimmten Zeitraum aufgenommen wurden.

Wer keinen Ratenkredit aufgenommen hat, erhält in diesem Bereich die höchste Punktzahl. Mindestens drei aufgenommene Ratenkredite führen zur niedrigsten Bewertung des Kriteriums.

Hierzu können beispielsweise Auto-, Möbel- oder Elektronikkredite gehören. Auch eine Finanzierung direkt beim Händler kann als Ratenkredit an die SCHUFA gemeldet werden.

Mögliche Punkte: 0 bis 66 Punkte

9. Längste Restlaufzeit der Ratenkredite

Nicht nur die Anzahl der Kredite ist relevant. Auch die längste verbleibende Laufzeit wird berücksichtigt.

Ein Kredit mit einer Restlaufzeit von mehr als sechs Jahren erhält in diesem Kriterium keine Punkte. Die maximale Punktzahl gibt es, wenn kein Ratenkredit besteht oder die längste Restlaufzeit höchstens drei Jahre beträgt.

Eine lange Laufzeit ist dabei nicht grundsätzlich schlecht. Sie kann die monatliche Rate reduzieren. Gleichzeitig bleibt die finanzielle Verpflichtung jedoch über einen längeren Zeitraum bestehen.

Mögliche Punkte: 0 bis 61 Punkte

10. Kreditstatus

Der Kreditstatus zeigt, ob ein Ratenkredit offen ist oder bereits vollständig zurückgezahlt wurde.

Die SCHUFA unterscheidet drei Situationen:

  • Offener oder negativ erledigter Ratenkredit: 0 Punkte
  • Kein Ratenkredit vorhanden: 9 Punkte
  • Positiv zurückgezahlter Ratenkredit: 19 Punkte

Ein ordnungsgemäß vollständig zurückgezahlter Kredit kann somit besser bewertet werden als überhaupt keine Krediterfahrung. Der Verbraucher hat dadurch nachweislich gezeigt, dass er eine Finanzierung vertragsgemäß zurückzahlen konnte.

Mögliche Punkte: 0 bis 19 Punkte

11. Immobilienkredit oder entsprechende Bürgschaft

Ein vorhandener Immobilienkredit kann sich positiv auf den Score auswirken. Der Grund: Vor der Vergabe einer Baufinanzierung führen Banken üblicherweise eine umfangreiche Prüfung der finanziellen Verhältnisse durch.

Auch eine Bürgschaft für einen Immobilienkredit kann in diesem Zusammenhang berücksichtigt werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass Verbraucher allein zur Verbesserung ihres Scores eine Immobilienfinanzierung abschließen sollten.

Ein Immobilienkredit ist eine langfristige finanzielle Verpflichtung und sollte ausschließlich aufgrund eines tatsächlichen Finanzierungsbedarfs aufgenommen werden.

Mögliche Punkte: 0 bis 55 Punkte

12. Vorliegen einer Identitätsprüfung

Ist die Identität einer Person nachweislich geprüft worden, vergibt die SCHUFA dafür zusätzliche Punkte. Eine solche Prüfung erfolgt beispielsweise bei der Eröffnung eines Bankkontos über Personalausweis, VideoIdent, PostIdent oder eine elektronische Identifikationsfunktion.

Liegt der SCHUFA keine entsprechende Information vor, werden für dieses Kriterium keine Punkte vergeben. Bei bestätigter Identität werden 38 Punkte angerechnet.

Mögliche Punkte: 0 oder 38 Punkte

Welche Daten kennt die SCHUFA nicht?

Der SCHUFA liegen nicht sämtliche finanziellen und persönlichen Informationen eines Verbrauchers vor. Nach Angaben der Auskunftei werden unter anderem folgende Informationen nicht für den Score verwendet:

  • Höhe des Einkommens
  • Höhe des Vermögens
  • Beruf und Arbeitgeber
  • Familienstand
  • Nationalität
  • Religion
  • Kontostand
  • Einzelne Einkäufe
  • Persönliche Einstellungen
  • Daten aus sozialen Netzwerken

Eine Bank fragt bei einem Kreditantrag allerdings zusätzliche Angaben ab. Ein guter SCHUFA-Score reicht daher nicht aus, wenn beispielsweise das Einkommen zu niedrig oder die gewünschte Monatsrate zu hoch ist.

Ist der neue SCHUFA-Score automatisch der Kreditzins?

Nein. Der SCHUFA-Score ist weder ein Kreditzins noch eine verbindliche Kreditentscheidung.

Banken nutzen für ihre Prüfung meist weitere Informationen:

  • Regelmäßiges Nettoeinkommen
  • Beschäftigungsstatus
  • Dauer des Arbeitsverhältnisses
  • Monatliche Wohnkosten
  • Bestehende Kredite und Unterhaltsverpflichtungen
  • Gewünschte Kreditsumme
  • Laufzeit und monatliche Rate
  • Eigene Erfahrungen mit dem Kunden

Ein hoher Score kann die Chancen auf gute Konditionen verbessern. Die tatsächlich angebotenen Zinsen können sich jedoch von Bank zu Bank deutlich unterscheiden. Deshalb kann es sinnvoll sein, mehrere Angebote über einen Kreditvergleich gegenüberzustellen.

Kann man den neuen SCHUFA-Score verbessern?

Viele der zwölf Kriterien lassen sich nicht kurzfristig beeinflussen. Verbraucher können dennoch auf ein solides und verlässliches Zahlungsverhalten achten.

Rechnungen und Kreditraten pünktlich bezahlen

Offene Zahlungsstörungen haben den stärksten negativen Einfluss. Rechnungen sollten deshalb kontrolliert und innerhalb der Zahlungsfrist beglichen werden.

SCHUFA-Daten regelmäßig kontrollieren

Fehlerhafte oder veraltete Einträge können den Score beeinträchtigen. Verbraucher sollten deshalb regelmäßig eine kostenlose Datenkopie anfordern oder ihre Daten digital im SCHUFA-Account einsehen.

Falsche Angaben können bei der SCHUFA und dem meldenden Unternehmen beanstandet werden.

Nicht unnötig viele Konten und Kreditkarten eröffnen

Mehrere neue Konten oder Kreditkarten innerhalb kurzer Zeit können die Punktzahl reduzieren. Benötigte Produkte dürfen selbstverständlich trotzdem eröffnet werden. Problematisch kann vor allem eine große Zahl kurzfristiger Neuabschlüsse sein.

Kredite nicht wahllos beantragen

Wer Finanzierungsangebote vergleichen möchte, sollte auf eine möglichst SCHUFA-neutrale Konditionsanfrage achten. Eine Konditionsanfrage dient der Ermittlung möglicher Kreditbedingungen und ist von einer verbindlicheren Kreditanfrage zu unterscheiden.

Langjährige Verträge nicht vorschnell kündigen

Ein lange bestehendes Girokonto oder eine ältere Kreditkarte kann positiv bewertet werden. Trotzdem sollte ein teures oder ungeeignetes Produkt nicht ausschließlich wegen des Scores behalten werden. Kosten und persönlicher Nutzen bleiben entscheidend.

Bestehende Verpflichtungen im Blick behalten

Mehrere parallele Ratenkredite können die finanzielle Belastung erhöhen. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, bestehende Kredite zusammenzufassen oder umzuschulden. Entscheidend ist, ob dadurch die Gesamtkosten tatsächlich sinken.

Weitere Hinweise findest du im Ratgeber SCHUFA-Score verbessern: Diese Maßnahmen können helfen.

Wo kann man den neuen SCHUFA-Score kostenlos einsehen?

Der neue Score kann über den digitalen SCHUFA-Account beziehungsweise über die von der SCHUFA unterstützte Bonitätsplattform bonify eingesehen werden.

Daneben besteht weiterhin das Recht auf eine kostenlose Datenkopie nach Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung. Diese enthält die über eine Person gespeicherten Daten und ermöglicht es, mögliche Fehler zu erkennen.

Die kostenlose Datenkopie darf nicht mit einer kostenpflichtigen Bonitätsauskunft verwechselt werden. Eine kostenpflichtige Auskunft kann beispielsweise für einen Vermieter bestimmt sein, während die Datenkopie in erster Linie der persönlichen Kontrolle dient.

Entscheidet die SCHUFA über einen Kredit?

Nein. Die SCHUFA vergibt selbst keine Kredite und entscheidet auch nicht darüber, ob ein Antrag angenommen oder abgelehnt wird.

Sie stellt Unternehmen Informationen und einen statistischen Score zur Verfügung. Die jeweilige Bank legt selbst fest, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Dabei berücksichtigt sie zusätzlich das Einkommen, die monatlichen Ausgaben, die Beschäftigungssituation und ihre internen Vergaberichtlinien.

Deshalb kann eine Person trotz eines guten Scores eine Ablehnung erhalten. Umgekehrt kann ein Kredit bei einem nur akzeptablen Score möglich sein, wenn Einkommen und finanzielle Gesamtsituation überzeugen.

Häufige Fragen zum neuen SCHUFA-Score

Was ist ein guter SCHUFA-Score im Jahr 2026?

Ein Score zwischen 709 und 775 Punkten wird als „gut“ eingestuft. Ab 776 Punkten gehört der Score zur Klasse „hervorragend“. Ein bestimmter Punktwert garantiert jedoch keine Kreditzusage.

Was ist der höchste SCHUFA-Score?

Der maximal erreichbare Wert liegt bei 999 Punkten. Er ergibt sich aus der höchstmöglichen Bewertung der zwölf Kriterien.

Ist ein Score von 700 Punkten gut?

700 Punkte gehören zur Scoreklasse „akzeptabel“, die von 642 bis 708 Punkten reicht. Damit besteht ein leicht erhöhtes statistisches Zahlungsausfallrisiko. Ein Kredit kann dennoch möglich sein.

Ist ein Score von 800 Punkten gut?

Ja. 800 Punkte gehören zur besten Scoreklasse „hervorragend“. Aus Sicht der SCHUFA besteht damit ein geringes statistisches Zahlungsausfallrisiko.

Warum habe ich trotz bezahlter Rechnungen keinen perfekten Score?

Der Score wird nicht nur anhand von Zahlungsstörungen berechnet. Auch Vertragsdauer, Kreditkarten, laufende Kredite, Anfragen, die Wohndauer an der aktuellen Adresse und weitere Kriterien beeinflussen den Wert.

Verschlechtert ein Umzug den SCHUFA-Score?

Eine erst seit kurzer Zeit bestehende Adresse bringt bei einem der zwölf Kriterien weniger Punkte. Ein Umzug führt aber nicht automatisch zu einer schlechten Bonität. Entscheidend ist das Zusammenspiel aller Kriterien.

Ist es schlecht, keine Kreditkarte zu besitzen?

Nein. Wer keine Kreditkarte besitzt, erhält bei dem entsprechenden Kriterium ebenfalls Punkte. Eine Kreditkarte sollte deshalb nicht allein zur Verbesserung des Scores beantragt werden.

Verbessert ein vollständig zurückgezahlter Kredit den Score?

Ein positiv erledigter Ratenkredit erhält beim Kriterium Kreditstatus mehr Punkte als ein offener Kredit oder das vollständige Fehlen eines Ratenkredits. Die konkrete Auswirkung hängt jedoch von allen zwölf Kriterien ab.

Wie schnell kann sich der SCHUFA-Score verändern?

Der Score kann neu berechnet werden, wenn sich die gespeicherten Informationen ändern. Einige Verbesserungen wirken deshalb relativ zeitnah, andere entstehen erst durch eine längere Vertrags- oder Wohndauer.

Fazit: Der neue SCHUFA-Score wird nachvollziehbarer

Mit der Umstellung auf 100 bis 999 Punkte wird der SCHUFA-Score für Verbraucher verständlicher. Besonders hilfreich ist, dass die zwölf Kriterien und ihre Gewichtung transparent dargestellt werden.

Trotzdem bleibt der Score nur ein Teil der Bonitätsprüfung. Ein hoher Punktwert garantiert weder einen Kredit noch einen bestimmten Zinssatz. Banken berücksichtigen zusätzlich das Einkommen, bestehende Verpflichtungen und ihre eigenen Vergaberichtlinien.

Verbraucher sollten vor allem Rechnungen pünktlich bezahlen, gespeicherte Daten regelmäßig kontrollieren und unnötig viele neue Finanzverträge innerhalb kurzer Zeit vermeiden. Ein Kredit, eine Kreditkarte oder ein Bankkonto sollte jedoch niemals ausschließlich mit dem Ziel abgeschlossen werden, den SCHUFA-Score zu verändern.

Nach oben scrollen